OpenAI erwägt drastische Token-Preissenkungen, um Anthropic Paroli zu bieten

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OpenAI erwägt einer Meldung des Wall Street Journal zufolge deutliche Preissenkungen für KI-Token, um Kunden vom Konkurrenten Anthropic abzuwerben. Das Journal berichtete am Mittwoch unter Berufung auf eingeweihte Personen über die laufenden Verhandlungen.

Die Gespräche dauern demnach noch an – und fallen in eine Zeit, in der sich beide Unternehmen auf Börsengänge vorbereiten, die jeden von ihnen mit bis zu einer Billion Dollar bewerten könnten.

Wachsende Kostenbedenken bei Unternehmen

Die möglichen Preissenkungen folgen auf wochenlange Unruhe unter Geschäftskunden wegen explodierender KI-Kosten. Bei einer Unternehmensveranstaltung Anfang Juni räumte OpenAI-Chef Sam Altman ein, dass die Kosten für Unternehmen zu einem „riesigen Problem“ geworden seien – und betonte, wie schnell sich diese Entwicklung vollzogen habe.

„Das hat sich von Anfang dieses Jahres, als das Thema nie aufkam – die Leute waren mit ihren Ausgaben vollkommen zufrieden – plötzlich zu einem riesigen Problem entwickelt“, sagte Altman. Er verwies auf eine mittlerweile weit verbreitete Klage unter Kunden: „Mein Unternehmen hat das gesamte Budget für 2026 im ersten Quartal aufgebraucht – können Sie das effizienter gestalten?“

Unternehmen wie Uber und Walmart haben begonnen, die KI-Nutzung ihrer Mitarbeiter zu begrenzen, während einem Bericht zufolge ein internes Token-Leaderboard abschaltete, nachdem die Kosten aus dem Ruder gelaufen waren. Ein Unternehmen soll in einem einzigen Monat rund 500 Millionen Dollar für die Nutzung von Claude AI ausgegeben haben.